Arne Buggenthin Productions GmbH

in Vorbereitung

JUGENDROMAN

DIE INSEL DES M (Arbeitstitel)

Als die Luxusyacht eines korsischen Reeders im Sturm versinkt, stranden der Schiffsjunge RICKI und die verwöhnte CHAMPAGNE auf einer einsamen Insel, abseits aller Seewege. Zu ihrem Erstaunen treffen sie dort auf eine skurrile Gesellschaft, die sich seit über 100 Jahren unentdeckt und ohne jeglichen Einfluss von außen weiterentwickelt hat.

Direkt aus dem Hause der ARNE BUGGENTHIN PRODUCTIONS stammt die Idee für diesen spannenden JUGENDROMAN. Den Leser erwarten vielschichtige Charaktere, tolle Abenteuer und jede Menge Humor.

Eine phantastische Geschichte für Leser ab 12 Jahren.

LESEPROBE

„Ricki! Ricki! Bist du hier unten?“

Claude eilte die Treppe zum Mannschaftsdeck hinunter. Er rief noch einmal, so laut er konnte, doch das Dröhnen der Wellen, die gegen den Rumpf schlugen, war viel lauter, viel mächtiger als seine Stimme. Der alte Steward wollte seine Suche gerade aufgeben, als Ricki seinen Kopf aus einer der Kabinen steckte.
„Claude!“
„Ricki! Was machst du noch hier unten?“
„Ich habe Befehl, im Mannschaftsdeck zu bleiben!“
„Vergiss den verdammten Befehl!“, rief Claude. „Wir saufen ab!“

Sie kämpften sich hinauf auf das Hauptdeck und wurden von einem Sturm begrüßt, der seinesgleichen suchte. Der Wind war bitterkalt und die Regentropfen so hart, als würden sie mit kleinen Steinen beworfen werden. Immer wieder schlugen gewaltige Brecher über die Reling und überspülten das Deck. Stühle, Sonnenliegen – alles was nicht befestigt war – wurde von den Fluten mitgerissen.
„Wir müssen die Rettungsinseln klarmachen!“, rief Claude gegen den heulenden Sturm.
„Was?“
„Die Rettungsinseln. Das ist unsere einzige Chance!“

Die Yacht krängte heftig – was bedeutet, dass sie sich in einer üblen Schräglage befand. Deshalb war es schwierig, beinahe unmöglich für die Beiden sich auf den Beinen zu halten und nicht auf dem regennassen Deck ins Rutschen zu kommen. Endlich erreichten sie die Rettungsinseln, die sich nur noch wenige Meter über dem aufgewühlten Meer befanden. Ricki hatte die Übungen, die sie in der ersten Woche an Bord absolvieren mussten, nicht vergessen. Bei schönem Wetter und ruhiger See war es nicht schwer, die Mechanik zu bedienen und die Rettungsinsel vom Schiff zu lösen. Doch nun, im tobenden Sturm und bei diesem gnadenlosen Regen, waren die Handgriffe alles andere als einfach. Immer wieder rutschten seine klammen Finger ab und ließen ihn fast den Halt verlieren. Es war zum Verzweifeln.

Hilfesuchend sah er zu Claude hinüber. Dabei erblickte er Champagne und ihre Familie, die wie eine verwirrte Reisegruppe über das Deck irrte. Sie trugen kleine Koffer und Handtaschen bei sich, ohne Zweifel gefüllt mit wichtigen Papieren und kostbaren Luxusgütern. Dass Verträge, Schmuck und teure Abendkleider ihnen nicht helfen würden, wenn es ums Überleben ging, schienen sie nicht zu begreifen. Der Anblick machte Ricki traurig. Sicher, Champagne hatte ihn in Schwierigkeiten gebracht, und das auf die gemeinste Weise, die er sich vorstellen konnte. Aber alles was er in diesem Moment empfand, war Mitleid für sie und ihre Familie.
Dann waren sie seinem Blick durch einen Schleier aus Gischt und Regen entschwunden.

„Ricki, verdammt nochmal! Jetzt ist nicht die Zeit deiner Freundin nachzustarren!“, rief Claude, der ebenfalls seine Schwierigkeiten mit dem Hebel hatte.
„Sie ist nicht meine Freundin!“
„Halt die Klappe! Wir müssen die …!“
Ein mächtiger Brecher schlug über das Schiff, riss Claude von den Beinen und warf ihn über die Reling ins tobende Meer.
Ricki erstarrte. Sein Verstand weigerte sich zu glauben, was er soeben gesehen hatte. Claude war über Bord gegangen!
Ricki sah, wie sein Freund im stürmischen Meer hin und her geworfen wurde. Gegen jede Vernunft kletterte er an der Reling empor, lehnte sich hinaus und versuchte ihn zu erreichen.
„Claude!“
Ein schwerer Brecher schlug gegen das Schiff. Ricki verlor den Halt und stürzte in die Tiefe. Er fiel … fiel immer weiter … eine Ewigkeit, wie es ihm schien.
Dann umgab ihn Dunkelheit …
… und Stille.

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